|






| |
Ferdinand STRASSER
3.4.1901-30.9.1943
St., das älteste Kind einer 15köpfigen, sozialdemokratisch
eingestellten Familie, trat 1917 dem „Verband jugendlicher Arbeiter“ bei, wurde
bald Mitglied der SDAPÖ, 1924 Parteisekretär in St. Pölten, war Obmann des Arbeiterturn-
u. Sportvereins, politischer Leiter des „Republikanischen Schutzbundes“ und
wurde Vizebürgermeister von St. Pölten. Nach den Februarkämpfen flüchtete St.
in die CSR und ging von dort nach Moskau. Der KPÖ beigetreten, wurde er am 12.
Parteitag Mitglied des ZK. Im Mai 1936 kehrte er in die CSR zurück und ging von
da im August 1937 wieder nach Österreich. Ende 1938 zog St. nach Krems und
organisierte dort, nachdem er vom damaligen Leiter der Provinzkommission L.
Fritzsche instruiert worden war, den Widerstand. Die WiderstandskämpferInnen in
Krems standen in enger Verbindung zu den St. Pöltner Gruppen. In erster Linie
sammelten sie im Rahmen der „Roten Hilfe“ für die Angehörigen von Verhafteten.
Am 15. 4. 1941 wurde er verhaftet und am 12.6.1942 zum Tode verurteilt. Sein
Name findet sich auf der Gedenktafel für die 12 Zentralkomiteemitglieder, die
anläßlich des 14. Parteitages der KPÖ (1948) im Haus des Zentralkomitees (Wien
9, Wasagasse) enthüllt wurde und sich jetzt im Haus der KPÖ Wien 10 (Wielandschule)
befindet.
|