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Ernst BURGER
16.5.1915–30.12.1944
Burger war das sechste Kind einer Arbeiterfamilie in
Wien-Rudolfsheim.
Zuerst bei den Kinderfreunden, wurde er in Hietzing Bezirks-Falkenführer der SAJ
(Sozialistischen Arbeiterjugend); kam 1934 zum KJV und wurde bald Sekretär des
Zentralkomitees (ZK) des KJV. Im Anhaltelager Wöllersdorf inhaftiert, ging er
nach der Amnestie im Februar 1938 frei. B. emigrierte nach der Annexion
Österreichs im Mai 1938 in die Schweiz, dann nach Paris. Er kehrte im November
1938 illegal nach Österreich zurück, wurde im Mai 1939 und im Dezember 1940 zu
insgesamt 2 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt. Nach seiner Haftentlassung
aus dem Zuchthaus Stein (NÖ) wurde er ins KZ Auschwitz eingewiesen. Dort
gehörte er zur Leitung der illegalen Kampfgruppe. Um der Vernichtung durch die
Nazis zu entgehen, organisierte man für wichtige Funktionären die Flucht. Burger
gehörte dazu, doch wurde die Flucht verraten. Gemeinsam mit den Kommunisten
Rudolf Friemel und Ludwig Vesely, die an der Organisierung beteiligt waren,
wurde Burger vor allen angetretenen 15. 000 Häftlingen am Appellplatz gehängt. Im
Sept. 1948 wurde das Erholungsheim der Kinderland Junge Garde in Urgersbach (NÖ,
Triestingtal) nach Burger benannt; im Dezember 1949 eine Gedenktafel an seinem
Wohnhaus Wien 14, Matznergasse 18 enthüllt; im November 1963 im 14. Wiener
Gemeindebezirk eine Verkehrsfläche "Ernst Burger-Gasse" benannt;
Gruppen der Freien Österreichischen Jugend (FÖJ) trugen seinen Namen.
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