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Anni PECZENIK
27.1.1911-Ende 1944
P. wurde in Sofia geboren, lebte aber seit 1918 in Wien. Sie wuchs in
einem bürgerlichen Elternhaus auf, ihr Vater war Diplomat, kam aber als Jugendliche
mit der sozialistischen Arbeiterjugend, und durch ihr Studium bald in Kontakt
zu fortschrittlichen Studenten. 1932 trat sie der KPÖ bei. 1934 saß sie bereits
im Gefangenenhaus auf der Elisabethpromenade, weil man sie beim Transport der
illegalen „Roten Fahne“ erwischt hatte. 1935 erneut eingesperrt, fuhr sie nach
ihrer Enthaftung nach Paris. Dort absolvierte sie einen Kurs zur Ausbildung von
Krankenschwestern und ging nach Spanien, wo sie bei den Internationalen
Brigaden als solche tätig war. Nach Aufenthalten in französischen Lagern schloß
sie sich der Gruppe der ÖsterreicherInnen in der Résistance an. P. gehörte zu
jenen ÖsterreicherInnen, die die Partei als französische Fremdarbeiter getarnt
nach Österreich schickten, um hier den Widerstandskampf zu unterstützen. P. kam
nach Wien und wurde in die Floridsdorfer Bezirksleitung eingebunden. Auch als
Kurierin tätig, wurde sie im Sommer 1944 in Paris verhaftet und ins KZ
Ravensbrück geschickt. Von dort kam sie in ein Außenlager bei Magdeburg, wo sie
in einer Munitionsfabrik arbeitete. Um Weihnachten 1944 wurde sie der
„Sonderbehandlung“ zugeführt und im KZ Buchenwald ermordet.
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